Lesedauer: 6 Minuten

Unperfekt - Dein Weg zum Glück

Muss unser Leben perfekt sein, damit wir glücklich sind?
Spürst du auch ständig diesen innerlichen Druck, immer perfekt sein zu müssen?

Tag für Tag rackern wir uns ab. Für den Job, die Familie und den Freundeskreis. Immer bemüht, unser Bestes zu geben und für alle da zu sein. Eigentlich sollte uns das doch ein Gefühl der Zufriedenheit geben. Schließlich tun wir ja alles, damit unser Leben und das der anderen perfekt ist. Wir sollten sprudeln vor Glück. Oftmals ist aber genau das Gegenteil der Fall. Wir fühlen eine gewisse Leere und fragen uns, WIESO? Wieso fühlen wir uns nicht „wirklich“ glücklich und erfüllt?

Lass uns auf die Suche nach den Ursachen gehen und herausfinden, wie sich diese Leere in Glück verwandeln lässt…

 

Inhaltsangabe

Ein ganz normaler Tag

5:30 Uhr - Dein Wecker klingelt. Heute ist DER Tag. Wochenlang hast du dich vorbereitet. Heute hältst du deine Präsentation vor dem Management. Du hast viel recherchiert und bist super vorbereitet. Die Zeit, die du investiert hast, ging über deine normale Arbeitszeit hinaus. Aber dir war wichtig, dass du alles dafür getan hast. Du willst, dass es perfekt wird und dein Projekt alle überzeugt.

10:00 Uhr - Du bist etwas nervös, verlässt dich aber auf deine gute Vorbereitung und fühlst dich sicher während der Präsentation.

10:45 Uhr - Du schaust in skeptische Gesichter. Das Feedback der anwesenden Personen ist vernichtend. Es gibt keine Zustimmung für dein Projekt. Auch dein Chef steht nicht hinter dir. Du bist enttäuscht von dir selbst und zweifelst an allem. Habe ich zu wenig getan? Weshalb passiert immer MIR so etwas? Wieso läuft es bei den Kollegen immer besser? Warum bin ich nie gut genug?

16:30 Uhr - Endlich zu Hause. Dich erwartet ein Berg Wäsche, das Bad muss geputzt werden und Essen musst du auch noch kochen.

19:30 Uhr - Du bist völlig k.o. und hast von der Hausarbeit wieder nur die Hälfte geschafft. Wie schaffen andere Menschen das? Hat deren Tag mehr Stunden als deiner? Deprimiert versuchst du auf der Couch ein wenig zu entspannen. Du öffnest Instagram. Wunderschöne Menschen lächeln dir von den Traumstränden dieser Welt zu. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau. #lifeisgood #lifeisbetteratthebeach #lovemylife

„Verdammt“ denkst du dir, „wie gerne wäre ich jetzt genau dort“.

Stattdessen liegst du mit deiner Schlabberhose auf der Couch und fragst dich, wieso andere Menschen so ein perfektes Leben haben. Weshalb anderen scheinbar alles gelingt. Wieso andere immer so viel Glück haben und du selbst so ein langweiliges und unperfektes Leben führst. Du musst dir alles hart erarbeiten, während anderen einfach alles in den Schoß fällt.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
- Søren Kierkegaard-

Wieso wir nach Perfektionismus streben

Die Gründe dafür finden wir in unserer Kindheit. Sie wurden uns schon sehr früh durch unsere Eltern mitgegeben. Wer kennt sie nicht? Sätze wie:

  • Du musst still sein, wenn sich Erwachsene unterhalten.
  • Du bleibst sitzen, bis du aufgegessen hast.
  • Wenn du nicht dein Zimmer aufräumst, hast du Hausarrest.

Weiter geht es dann während der Schulzeit:

  • Du musst lernen, sonst wird nichts aus dir.
  • Ein Studium ist Pflicht, wenn du später mal eine Familie ernähren willst.
  • Du musst ein Haus bauen, damit du im Alter abgesichert bist.

All dies sind Glaubenssätze, die sich über Jahrzehnte in unserer Gesellschaft etabliert haben. Sie sitzen fest in unserem Unterbewusstsein, auf tiefster Ebene. Durch sie entwickeln wir einen innerlichen Druck und streben ständig nach mehr. Mehr Geld, ein größeres Auto, das Traumhaus!
Wir wollen das perfekte Leben. Reden uns ein, nur so als Teil der Gesellschaft akzeptiert zu werden.
Der innerliche Druck wächst und wächst, Versagensängste und Zweifel entstehen. Als wäre das nicht schon genug, suggerieren uns Medien und Werbung – Tag für Tag – wie ein glückliches Leben auszusehen hat. Das neuste Handy, die hippen Sneaker und die stylische Tasche.

„Brauchst du, sonst gehörst du nicht dazu!“

All das bewirkt, dass wir ständig nur im Außen leben. Wir gönnen uns keine Pausen mehr, haben permanent nur das nächste Ziel vor Augen. Was macht das mit uns? Wir verlieren nach und nach die Verbindung zu uns selbst und unserem Inneren. Unsere Seele verkümmert. Wir sind unglücklich, antriebslos und fühlen uns ausgebrannt. Wir besitzen immer mehr, fühlen aber immer weniger. Es ist ein Teufelskreis.

Was du tun kannst, um den Teufelskreis zu durchbrechen

Das Streben nach Perfektionismus ist nur präsent, solange wir im Außen leben. Daher gilt:
Weg von einem Leben im Außen, hin zu einem Leben im Innen!
Weg von der „vermeintlich“ perfekten Fassade, hin zum unperfekten und authentischen Leben.

Wie das funktioniert, fragst du dich? Es ist „eigentlich“ sehr simple… Schenke dir Zeit und kreiere mehr Glücksmomente!

Warum sage ich „eigentlich“? Ich sage „eigentlich“, weil wir Menschen es komplett verlernt haben, uns selbst Zeit zu schenken. Wir wissen nicht mehr, wie das funktioniert, obwohl es „eigentlich“ nicht so schwer ist. Was aber machen wir mit unserer freien Zeit? Mit „freien Zeit“ meine ich das bisschen, das übrig bleibt vom Tag, nachdem wir Arbeiten waren, von Termin A zu Termin B gehetzt sind, den Haushalt geschmissen und die Familie versorgt haben.

Die meisten von uns verbringen diese wertvolle freie Zeit vor dem Handy oder vor dem Fernseher. Was passiert dadurch? Wieder erschlagen uns Einflüsse aus dem Außen, wieder haben wir nicht die Möglichkeit uns mit unserem Inneren und unseren Gefühlen zu beschäftigen. Wir sind abgelenkt und dadurch nicht in der Lage uns zu fragen, wie es uns wirklich geht. Was uns gerade zu schaffen macht, was wir gerne ändern würden oder warum uns die Energie fehlt.

Ich kann mich selbst da nicht ausschließen und erwische mich auch hin und wieder noch in solchen Momenten. Ganz ehrlich… wer möchte nicht einfach mal die Füße hochlegen, über nichts nachdenken müssen und sich von irgendwelchen Medien unterhalten lassen? Und das sei auch jedem wirklich gegönnt… in Maßen, nicht in Massen! Erkennst du dich hier wieder? Und wenn ja, macht dich das glücklich?

Ich für meinen Teil kann das ganz klar verneinen. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, mich durch ruhige Momente, wieder mit mir selbst zu verbinden. In diesen Momenten kann ich in mich hineinhören und herausfiltern, wie es mir aktuell geht und was mich eventuell belastet. Ich habe gelernt, mir Zeit für mich selbst zu schenken und meine Bedürfnisse an erste Stelle zu setzen.

Wir sind nicht auf dieser wundervollen Welt, um es anderen recht zu machen. Wir müssen niemandem etwas beweisen. Mein Tipp an dich: Setze dich hin und schreibe einmal auf, in welchen Momenten du dich so richtig glücklich und zufrieden gefühlt hast. Bei einem Spaziergang in der Frühlingssonne? Während die ersten grünen Blätter sprießen und die Natur zu neuem Leben erwacht? Oder an einem Freitagabend… in eine Decke gekuschelt, auf der Couch… mit einer Tasse Tee und einem guten Buch… während der Regen leise auf das Dachfenster prasselt. Vielleicht aber auch mit deinen Lieben beim Feiern? Gute Musik und tanzen bis die Sonne aufgeht.

Jeder von uns hat da seine eigenen, ganz persönlichen Glücksmomente.

Momente, in denen wir gedanklich frei sind.

Momente, in denen wir einfach nur sein können… ohne Sorgen und ohne Zweifel.

Momente, die nicht perfekt sind, aber die uns fühlen lassen am Leben zu sein.


Es geht im Leben nicht um „höher – schneller – weiter“. Die Magie liegt in der Entschleunigung und im Genießen.

Hast du nicht auch Lust, mehr solcher Momente in deinen Alltag zu integrieren?

Tipps für mehr Glücksmomente im Leben

Wenn du Zeit mit dir selbst verbringst und Dinge tust, die du liebst, wirst du merken, wie Ruhe in deinen Körper einzieht und der Druck im Außen von dir abfällt. Du wirst mehr und mehr bei dir selbst sein und die Meinung anderer wird unwichtig und bedeutungslos. Dir wird bewusst, dass du stets dein Bestes gibst. Und wenn dein Bestes für andere nicht genug ist… so what?

Hab Vertrauen in dich selbst und den Mut, unperfekt und authentisch zu sein.


Hier ein paar Tipps für mehr Glücksmomente im Leben:

  • Verbringe Zeit in der Natur - wir Menschen sind untrennbar mit ihr verbunden.
  • Nimm dir Zeit zum Meditieren, auch wenn es nur 10 Minuten am Tag sind.
  • Höre Podcasts und hole dir Tipps zu allen Themen, die dich interessieren.
  • Bücher lesen fördert deine Fantasie und Kreativität.
  • Mache dir beim abendlichen Journaling bewusst, was du an diesem Tag Schönes erlebt hast und wofür du dankbar bist.
  • Think outside the box: Stelle alles, was du hörst, infrage. Es gibt bekanntlich viele Wege, die nach Rom führen.
  • Lerne „Nein“ zu sagen – du musst es nicht jedem recht machen.
  • Lebe im Hier und Jetzt: Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern und die Zukunft ist nicht planbar.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.
-Seneca-

Fazit

Das Leben ist unsere ganz persönliche Reise. Eine Reise, die niemals perfekt sein kann und die auch nicht perfekt sein sollte. Wir alle durchleben Höhen und Tiefen. Aus den Tiefen lernen wir und wachsen daran. Durch sie sind wir in der Lage, die Höhen noch intensiver zu erleben. Unser Glück finden wir in den unscheinbaren Momenten, in denen wir zulassen, unperfekt und authentisch zu sein. Am Ende zählt nicht das perfekte Leben, sondern das Glückliche.

Unperfekt“ schenkt uns den Zauber und die Magie im Leben - nach nichts anderem sollten wir streben!

DU - ganz allein - entscheidest. DU schreibst die Geschichte deines Lebens!

Was sind deine Tipps für mehr Glücksmomente im Leben? Hinterlasse sie gerne in den Kommentaren!

MERCI an dieser Stelle an Andrea, Autorin dieses Blogartikels und Teilnehmerin unseres Copywriting-Mentorings "Clear Words - Schreib´ dich frei!". Nimm gerne persönlich Kontakt zu ihr auf: copywriting.welt@web.de oder folge ihr auf Instagram @copywriting.welt

Du hast noch persönliche Fragen an uns? Dann schreib´ Jana und mir eine Nachricht oder schau´ direkt auf unserer Website vorbei: https://brandyourvoice.de/

Deine autorin Andrea Krämer
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